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Tag 3, Susamyr – Ak-Kol See, 172km

Herrlich. Die erste Nacht im Buhanka. Da kommt gleich wieder das Feeling unserer Kaukasustour vom letzten Jahr auf. Wir nutzten das Wetter für die erste Dusche und zum sortieren und einräumen des Buhankas. Durch das wunderschöne Kölömeren Tal ging es in die alte Bergbau Stadt Min Kush. Bekannt geworden ist sie durch den Uranabbau, den die Sowjets in den Siebzigern hier vorangetrieben haben. Damals zählte sie zu den „geheimen Städten“, welche offiziell auf keiner Karte verzeichnet waren und durch Kontrollpunkte und Wachpersonal abgeriegelt wurden. Die Bewohner genossen eine deutlich bessere Versorgung mit Lebensmitteln und Gütern, wurden allerdings von der Außenwelt abgeschnitten. Selbst Familienbesuche waren teilweise verboten. Bereits in den Achtzigern, verkam der Ort jedoch und ist bis heute zu großen Teilen verlassen. Die radioaktive Gefahr ist hier dennoch präsenter denn je. Über 440.000t radioaktives Material wurden hier abgebaut und gelagert. Von dem so genannten „Moskau Zentralasiens“ ist außer ein paar alten Häusern und verseuchtem Boden nicht viel übrig geblieben. Den Rest beutet der chinesische Staat aus. Eine halbe Stunde von hier entfernt ist unser Tagesziel der Ak-Kol See. Bei angenehmen Temperaturen auf 1800m schlagen wir unser Lager am Ufer auf. Hier lässt es sich absolut aushalten.