Da hats uns doch fast noch weggeweht bei Sturm und bitterkalten 3 Grad heut Nacht. In den Bergen haben wir alle vier Jahreszeiten an einem Tag. 17km vor China genossen wir nochmal den Ausblick bevor es von den Klippen am Rande des Tales nach unten zum Fluss ging. Doch dann verzögerte sich unser Start. Nachdem ein paar Jäger geritten kamen, um einen Wolf zu suchen, bekamen wir noch Besuch von der Border Patrol. Wie alle, waren auch diese Herren sehr erfreut uns zu sehen. Die Kombination aus Deutscher Tourist und Buhanka scheint hier nicht ganz alltäglich zu sein. Wir saßen kurz bei einem Kaffee zusammen, verstanden alle fast kein Wort und waren erfreut uns dennoch oder genau deswegen in dieser Runde getroffen zu haben. Weiter ging es stromaufwärts bis zum Köl Suu See. Wir passierten zum ersten Mal die Militärkontrolle für das Grenzgebiet, wofür wir das Permit benötigen. Unglaublich entspannte Menschen hier überall, wenn man denn mal welche trifft und das meistens auf dem Pferd.
Der Köl Suu, 3500 m über dem Meeresspiegel, 12 km lang, aber dafür nur wenige 100 m breit. Eine fjördähnliche Schlucht umschlossen von senkrechten Felswänden. Türkisblaues Wasser, eine absolut beeindruckende Szenerie. Wir starteten unser 12km Wanderung am Mittag. Wahnsinnig anstrengend auf der Höhe sich auch noch sportlich zu betätigen. Wie das Glück uns eben so hold ist, erwischten wir bei unserer Ankuft als Jahreszeit den Sommer. So muss das. Nach ausgiebiger Pause und am See ging es zurück bis ins Tal. Pünktlich zum einsetzenden Sturm und Regen ereichten wir das Ulan Jurten Camp was uns heute beherbergen wird. Nach einem tollen Abendbrot bei bester Gesellschaft bezogen wir unsere Jurte. Was für beeindruckende Tage.






