Wir haben herrlich geschlafen. Draußen 6 Grad, drinne Ofenwärme und dicke Decken. Als es morgens langsam hell wurde, konnte man immer mehr die Struktur des Jurtendaches über einem erkennen. Kein Wunder, dass es der runde Kreis mit den kreuzfrörmigen Streben bis auf die Nationalflagge geschafft hat. Viel authentischer geht es wohl nicht.
Wir bekamen noch ein tolles Frühstück serviert und nahmen den Bruder der gastgebendem Familie mit in den nächsten Ort. Das heißt hier 150km und ca. 4 Stunden. Wir kämpften uns raus aus dem Tal und eine Stunde vor Naryn war es dann endlich mal soweit. Unsere erste Reifenpanne. Ich glaube es gibt dafür kaum eine schönere Stelle. Aufgrund seiner drei großartigen Assistenten und fachmännischer Anleitung brauchte Jens für den Pitstop nur 20 Minuten. Fast wie in der Formel 1. Der Hirte hat sich noch ein Bier aus unserer Verpflegungsbox rausgesucht und weiter ging es nach Naryn zum Reifendoktor. Großes Kino. Während die kirgisischen Pneu-Profis für 7 Euro den Reifen flickten, gaben wir unseren Mitfahrer ab und schlugen uns im Nomad Cafe nochmal den Bauch voll. Reifen holen, Tank und Vorräte auffüllen und weiter gings. Ziel war eigentlich der Söng Kul See. Bevor es jedoch über den Tersek-Topok Pass zum See gehen sollte, war es leider zu schön und wir mussten da bleiben. Naja. Eine weitere kalte Nacht bei Sternenhimmel und Lagerfeuer steht uns bevor. Wir wollen uns auf gar keinen Fall beschweren.
Es ist Halbzeit unserer Tour. Wahnsinn, wie die Zeit rennt. Wir haben so viele Highlights in den vergangenen Tagen gehabt. Egal was jetzt noch wird oder nicht wird, das ist am Ende alles nur noch das Sahnehäubchen auf dem Kuchen. 







